Delta Rhine Corridor CO₂-Projekt
Projekt
Deutschland und die Niederlande wollen bis 2045 bzw. 2050 CO2-neutral sein. Durch den Bau von CO2-Rohrleitungen kann die Industrie ihre CO2-Emissionen erheblich reduzieren und ihre Nachhaltigkeit verbessern.
Op deze pagina
Das Delta Rhine Corridor (DRC)-Projekt umfasst unter anderem den Transport von abgeschiedenem CO2 aus Deutschland und den Niederlanden zu CO2-Speicheranlagen unter der Nordsee sowie zu potenziellen CO2-Nutzern. Das Onshore-Transportsystem wird im Hafen von Rotterdam an die Aramis-Offshore-Pipeline angeschlossen, wobei das Konzept auch zukünftige Entwicklungen zusätzlicher Offshore-Speicherkapazitäten berücksichtigt. Gasunie ist für die niederländische Infrastruktur verantwortlich, während OGE die Infrastruktur in Deutschland entwickeln wird.
Die Inbetriebnahme der Wasserstoff- und CO2-Leitungen ist derzeit für folgende Zeiträume geplant:
- 2031 – 2032: Inbetriebnahme der Wasserstoffleitung bis Boxtel
- 2032 – 2033: Inbetriebnahme der CO2-Leitung von der Maasvlakte bis Venlo
Projektupdate
In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Klima und Grünes Wachstum (KGG) wurde das öffentliche Projektverfahren am 5. September 2025 offiziell eingeleitet. In dieser Phase werden relevante Dokumente veröffentlicht, die die Grundlage für die Konsultation und Beteiligung von Interessengruppen bilden – darunter Anwohner, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen.
Die Route des Delta Rhine Corridor ist in zwei Abschnitte unterteilt: DRC West, mit Fokus auf Wasserstoff- und CO2-Leitungen von Rotterdam bis Boxtel und DRC Ost, mit einer CO2-Leitung von Boxtel bis zur deutschen Grenze bei Venlo. Mehr dazu lesen Sie hier.
Marktstudie
Eine kürzlich durchgeführte Marktstudie hat ergeben, dass es für die von der geplanten CO2-Infrastruktur bereitzustellenden Kapazitäten eine mehr als ausreichende Nachfrage (bis zu 45 Millionen Tonnen pro Jahr) gibt. Vernetzte Infrastrukturen wie der Delta Rhine Corridor ermöglichen es verschiedenen westeuropäischen Wirtschaftssektoren, ihren Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten. In diesem Webinar (im Video ab 12.55 Minuten) werden die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Marktstudie erläutert.
Vorhaben von gemeinsamem Interesse (Project of Common Interest, PCI)
PCIs sind wichtige Infrastrukturprojekte zur Vernetzung des EU-Energiebinnenmarktes. PCIs ermöglichen es der EU, ihre Energie- und Klimaziele zu erreichen, indem sie eine bezahlbare, sichere und nachhaltige Energieversorgung für alle Europäer gewährleisten. Im November 2023 erhielt das Delta Rhine Corridor CO2-Projekt von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament den Status eines Vorhabens von gemeinsamem Interesse. Erfahren Sie mehr darüber in diesem PDF-Dokument.
Delta Schelde CO₂nnection
Delta Schelde CO2nnection (DSC) ist ein Projekt zur Entwicklung einer Verbindung zwischen Rotterdam, Moerdijk, Zeeland und der belgischen Grenze. Die Delta-Schelde-CO2-Verbindung erschließt der Industrie die wettbewerbsfähige Nutzung von CO2-Transport und -Speicherung in den Niederlanden. Geplant ist, die Delta Schelde CO2nnection mit dem Delta Rhine Corridor zu verbinden.
CO₂-Emittenten
Die Infrastruktur steht CO2-Emittenten in den Niederlanden und den Nachbarländern zur Verfügung, die den Delta Rhine Corridor und/oder die Delta Schelde CO2nnection nutzen möchten. Weitere Informationen für diese Zielgruppe finden Sie auf der Expression of Interest-Seite.
Kontakt
Ihre Fragen richten Sie bitte an DRC-CO2@gasunie.nl.